Interdisziplinäres Zentrum für Familienforschung an der Ruhr Universität Bochum

Das ICFR ist Mitglied im Institut für Gesundheit und Entwicklung.


Ziele

Familie ist ein Thema, das uns von dem Moment der Zeugung bis hin zum Tod begleitet und das sehr vielfältige Facetten hat. Diese vielfältigen Facetten spiegeln sich in den familienbezogenen Wissenschaften, die in sehr unterschiedlichen Forschungsdisziplinen vertreten sind, wider – in der Medizin und Psychiatrie ebenso wie in den Rechtswissenschaften, der Psychologie, Soziologie, Sozialpolitik, Ökonomie, Pädagogik, Religionswissenschaften, Ökotrophologie, Geschichtswissenschaften, Pflegewissenschaften und anderen mehr.
Das 2008 gegründet ICFR verfolgt deshalb das Ziel, innerhalb sowie außerhalb der Ruhr Universität den wissenschaftlichen Austausch und die wissenschaftliche Kooperation zwischen den verschiedenen Disziplinen, die zu Familie forschen, zu stärken. Drei Mitglieder des ICFR sind auch Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/aktuelles,did=86700.html 

Fragen und Kontexte der Familienforschung

Familienforschung beschäftigt sich mit den Anforderungen, den zur Verfügung stehenden Ressourcen, Risiken und dem sozialpolitischen Kontext der unterschiedlichen Lebensphasen des Menschen. Familie tangiert fast alle Bereiche der Gesellschaft; dies trägt zur hohen Relevanz dieses Forschungsbereiches ebenso wie zu der Vielfalt der hiermit beschäftigen Disziplinen bei. Ein wichtiger Aspekt ist die Verteilung und der Transfer von Ressourcen, sowohl innerhalb der Familie als auch zwischen Familie und Gesellschaft. Die Zuteilung von Ressourcen innerhalb einer Familie wandelt sich im Lebenslauf, in unserer Kultur benötigen vor allem die Kinder überproportional viel Zuwendung. Diese Verteilung verschiebt sich gegenwärtig durch den demographischen Wandel. In diesem Zusammenhang sind in den letzten Jahren verstärkt die besondere Volatilität und Verletzlichkeit von Familien diskutiert worden, beispielsweise im Hinblick auf die Entwicklungskonsequenzen von Kinderarmut. Dementsprechend wurde das Augenmerk zunehmend auf die Kompetenzen und Schwachstellen von Familien sowie auf die Rolle von Staat und Gesellschaft zur Unterstützung ihrer Funktionsfähigkeit gerichtet.
Der zweite bedeutsame Aspekt bezieht sich auf den Wandel von Familie, sowohl intern im Hinblick auf die Vielfalt der Familienformen als auch extern in Beziehung auf die Gesellschaft. Hier tragen so unterschiedliche Aspekte wie beispielsweise Berufstätigkeit beider Eltern, Wandel des Familienlebens nach Trennung der Eltern und nicht zuletzt die zunehmende Anzahl von Familien mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zur Unterschiedlichkeit bei. Im Vergleich zur internationalen Forschung sind in Deutschland die zunehmende Vielfalt von Familien und die Risiken und Chancen, die sich hier ergeben, noch wenig berücksichtigt worden. Das Interdisziplinäre Zentrum für Familienforschung will insbesondere durch die Vernetzung verschiedener an der Ruhr-Universität vorhandener Expertise zum besseren Verständnis familienbezogener Prozesse beitragen.

Aktivitäten

FORSCHUNGSPROJEKTE

Vorträge/ Vortragsreihen

 

Mitglieder / Kontakt